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Öle

Warum ätherische Öle?


Ähnlich wie Licht und Farben beeinflussen Raumluft und Düfte unsere Stimmung. Besonders in geschlossenen, beheizten Räumen ist die Luftfeuchtigkeit oft zu gering und wirkt 'verbraucht'. Je nach Situation kann dies zu Müdigkeit, Energielosigkeit, innerer Unruhe oder Konzentrationsschwierigkeiten führen und unsere Abwehrkräfte schwächen.


Natürliche Pflanzenstoffe können über die Atemwege verschiedene Körperfunktionen beeinflussen und so unser Wohlbefinden fördern, unsere Sinne anregen oder harmonisieren und eine positive Atmosphäre schaffen. Für eine einfache Anwendung zu Hause, in Büro und Praxis eignen sich dazu 100% naturreine, ätherische Öle - die wertvollen flüssigen Extrakte aus Pflanzen.

Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenessenzen, die seit langer Zeit in den unterschiedlichen Kulturen zur Verbesserung und Reinigung der Luft und Atmosphäre angewendet werden. Früher wurden durch das Räuchern die Pflanzendüfte erzeugt, was vorwiegend als rituelle Handlung durchgeführt wurde. Später fanden die wohlriechenden Düfte Einzug in private Haushalte, in kosmetischen Produkten, Salben und Tinkturen. Jahrhunderte altes Wissen führte zu immer besseren und effizienteren Methoden der Gewinnung. Heute werden aus Blüten, Früchten, Kräutern, Wurzeln, Samen, Stängeln, Zweigen und Rinden die in den Pflanzen enthaltenen ätherischen Öle entweder mittels Wasserdampf-Destillation, Kaltpressung oder Extraktion gewonnen.


So vielseitig wie die Pflanzenwelt, so vielseitig sind die Einsatzbereiche seiner Essenzen. Weit verbreitet ist die Anwendung von naturreinem ätherischen Öl als Raumduft zur Förderung einer positiven Atmosphäre und allgemeinem Wohlbefinden. Weltweit sind über 200 wertvolle Essenzen mit tausenden von chemischen Bestandteilen bekannt, die je nach Standort, Klimabedingungen, Ernte und Gewinnungsverfahren unterschiedliche Qualitäten und Eigenschaften aufweisen.

Das besondere Zusammenwirken ätherischer Öle

Die hochkonzentrierten Essenzen sind ganzheitlich wirksam und eignen sich für viele Anwendungen. Je nach Mischung und Indikation ergänzen und verstärken sich die Eigenschaften der ätherischen Öle. Sie können ausgleichend (Psyche) und anregend (Abwehrkräfte) wirken sowie entzündungshemmend, schmerzlindernd u.v.m. Besonders das bekannte Lavendel-Öl sowie Bergamotte-Öl können die Eigenschaften und Wirksamkeit anderer ätherischer (und auch fetter Öle) verstärken. Die Kunst besteht darin, Duft-Kompositionen mit optimalem Synergie-Effekt (Zusammenwirken) zu kreieren. Bereits eine durchdachte Auswahl von fünf bis zehn verschiedenen ätherischen Ölen genügt für die wichtigsten Anwendungen.

Die Einteilung der ätherischen Öle in Kopfnoten, Herznoten und Basisnoten

Zur Vereinfachung, welche Öle in welcher Situation und Mischung gut harmonieren, haben wir diese in die drei bekannten Duftgruppen der Parfümhersteller eingeteilt: Kopfnote, Herznote und Basisnote. Die Zuordnung der ätherischen Öle in diese Gruppen basiert auf der Verweildauer, Intensität und Wirkung des jeweiligen Duftes auf dem Riechstreifen.

Durch das Mischen der drei Duftnoten wird den, sich schneller verflüchtigenden, Kopfnoten eine vertiefende Wirkung verliehen und deren Verweildauer verlängert.

Ätherische Öle, die vorwiegend den Kopfnoten zugeordnet werden, duften unmittelbar in ganzer Fülle und bleiben rund 30 Minuten erhalten. Herznoten-Düfte hingegen benötigen etwas länger, um sich voll zu entfalten und verweilen dann bis zu sechs Stunden bis sie langsam abklingen. Düfte in der Gruppe der Basisnote entfalten sich erst nach 1-2 Stunden vollständig und bleiben dann bis zu einem Tag oder länger bis sie langsam abklingen. Manche der ätherischen Öle entwickeln Tendenzen zur benachbarten Duftnote, wie zum Beispiel Zedernholz, das gleichzeitig der Herz- und Basisnote zugeordnet wird.

Je nach Mischung und Indikation ergänzen und verstärken sich die Eigenschaften der ätherischen Öle


>> Kopfnoten machen wach, aufmerksam, wirken klärend und erfrischend, ohne aufzuregen. Dazu gehören unter anderem die Zitrusschalen-Öle, wie Bergamotte, Zitrone, Orange, die besonders zur Verbesserung der Raumluft geeignet sind. Des Weiteren zählen Duftessenzen von Minzen, Rosmarin, Wacholderbeeren und Eukalyptus dazu.

>> Herznoten üben meist einen beruhigenden Impuls aus und sprechen Emotionen an. Sie können von harmonisierend und tröstend über belebend, aufhellend bis sinnlich anregend wirken. Dazu zählen unter anderem die kostbaren Blüten-Öle, wie Rose und Jasmin, Rosengeranie, Lavendel, Ylang-Ylang und einige Gras-, Kräuter- und Nadelbaum-Öle.

>> Basisnoten wirken meist stärkend, erdend, tonisierend, beruhigend, schaffen eine Basis für ausdauernde Tätigkeiten und erhöhen das Durchhaltevermögen. Dazu zählen ätherische Öle von Harzen, wie Weihrauch und Myrrhe, sowie Extrakte von Hölzern und Wurzeln, z. B. Zedernholz, Sandelholz, Patchouli. Sie geben, den sich schneller verflüchtigende Kopf- und Herznoten eine vertiefende Note und verlängern deren Verweildauer im Raum.

Qualitäts-Merkmale der ätherischen Öle

  • g&a - genuin & authentisch bedeutet naturbelassen, unverändert & nur aus der angegebenen Stammpflanze (laut botanischer Bezeichnung) gewonnen.

  • 100% naturrein bedeutet unverfälscht, d.h. ohne Zusatz von synthetischen Stoffen oder anderen, meist billigeren Ölen.

  • kbA - kontrolliert biologischer Anbau bedeutet ökologischer Anbau ohne Verwendung von künstlichem Dünger, Pestiziden etc.

Weitere Merkmale sind die eindeutige Bezeichnung der Stammpflanze mit botanischem lateinischen Namen, die Angaben des Pflanzenteils zur Gewinnung sowie Herkunftsland und Gewinnungsverfahren. Die Angaben der Hauptinhaltsstoffe und Allergene bieten empfindlichen Personen Schutz vor bedenklicher Anwendung. Die Chargennummer gibt Sicherheit, dass keine Öle aus zeitlich oder räumlich getrennten Abfüllungen zusammengeleert wurden. 

 

Aufbewahrung und Haltbarkeit von ätherischen Ölen

Ätherische Öle weisen desinfizierende Eigenschaften in unterschiedlichen Ausprägungen auf. Außerdem wirken sie meist antibakteriell und auch anti-mykotisch (Pilzabweisend). In lichtgeschützten Braun-, Blau- oder Violettglasflaschen aufbewahrt sind ätherische Öle – solange sie nicht extremer Hitze, Temperaturschwankungen oder Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind – viele Jahre haltbar. Die ätherischen Öle kühl, d.h. abseits von Wärmequellen, und vor Kindern sicher aufbewahren. Wenn nicht gesondert angegeben, beträgt die Mindesthaltbarkeit der ungeöffneten Fläschchen 36 Monate (nach EU-Recht 30 Monate).

Nach dem ersten Öffnen der Fläschchens kommt das enthaltene ätherische Öl mit Sauerstoff in Berührung und ein Oxidationsvorgang beginnt. Je nach biochemischer Zusammensetzung des Öls läuft dieser Vorgang unterschiedlich schnell ab. Der Inhalt wird ggf. klebrig (Verschluss prüfen), zuvor dünnflüssige Öle werden zähflüssiger und können unangenehm riechen. Halbleere Fläschchen daher schnell aufbrauchen! Oxidierte Öle eignen sich keinesfalls mehr für die Aromatherapie und können zu Hautreizungen führen.

Vorsicht ist besonders bei Zitrus-Ölen aus Kaltschalenpressung (Orange, Zitrone, Bergamotte) geboten sowie bei einigen Koniferennadel-Ölen (Kiefernadel, Latschenkiefer). Sie beginnen nach dem ersten Öffnen relativ schnell zu oxidieren. Für Anwendungen in der Duftlampe oder zum Reinigen von Gegenständen sind ätherischen Öle bei Wohlgeruch und ohne Oxidations-Anzeichen länger verwendbar.

Manche ätherischen Öle, z.B. kostbare Blüten-Destillate Rosen- oder Neroli-Öl, sind aufgrund ihrer biochemischen Stoffe sehr lange haltbar und  können – ähnlich einem Wein – sogar nachreifen. Sie entwickeln dann ein volleres, ausgewogeneres Aroma.

 

Sicherheitshinweise zur Anwendung von ätherischen Ölen

Ätherische Öle sind Konzentrate, die nur unverdünnt angewendet werden dürfen! In der Anwendung ist weiters zu beachten:

  • Dosierungs- und Warnhinweise für Babies, Kinder, Schwangere oder bestimmte Risikogruppen wie Asthmatiker, Epileptiker immer beachten.
  • Die Essenzen sparsam verwenden und nicht unverdünnt mit Augen oder Schleimhäuten in Berührung bringen.
  • Die Fläschchen sicher, stehend und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • Beim Kauf auf gute Qualität achten.
  • Vor Anwendungen auf der Haut eines neuen Massage- oder Körperöls einen Selbsttest (Armbeugentest) auf Verträglichkeit durchführen. Dazu wird das verdünnte Öl auf die Innenseite der Armbeuge aufgetragen und gut einmassiert. Wenn nach ungefähr drei Stunden keine Reaktionen, wie Rötung oder Juckreiz auftreten, kann davon ausgegangen werden, dass das Öl gut vertragen wird.

Literatur
- Zeh, K.: Handbuch Ätherische Öle, JOY Verlag, 2013.
- Fischer-Rizzi, S.: Himmlische Düfte - Das große Buch der Aromatherapie, AT Verlag, 2013.
- Künkele, U., Lohmeyer, T. R.: Heilpflanzen & Kräuter, Parragon Books Ltd. Bath, 2011.
- Wabner, D., Beier, C. (Hrsg.): Aromatherapie, Urban & Fischer München, 2009.
- Harding, J.: KräuterBibel, Parragon Books Ltd. Bath, 2009.
- Kraus, M.: Einführung in die Aromatherapie, Verlag Simon & Wahl Egweil, 2003.
- Worwood, V. A.: The Complete Book of Essential Oils & Aromatherapy", New World Library,  1991.

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